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Schluss mit Leistungsdruck und Konkurrenzdenken – Für eine demokratische und gerechte Schulpolitik!

2.03.10

Mit der Einführung des G8 wird der Unterrichtsstoff, der den Schülerinnen und Schülern am Gymnasium zuvor noch in neun Jahren vermittelt wurde, nun nur noch in acht Jahren abgehandelt. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies konkret mehr Schulstress, vollgestopfte Lehrpläne und viel zu große Kurse. Für außerschulische Interessen und Aktivitäten, politisches Engagement oder Freizeit haben die Betroffenen kaum noch Zeit. Die Schule selbst dient dabei letztlich nicht mehr einer umfassenden und selbstständigen Bildung, sondern fördert stattdessen immer stärker ein leistungsorientiertes Denken, bei dem die Bildung ökonomischen und beruflichen Nutzen unterworfen wird und der eigentliche Inhalt keine Bedeutung mehr hat. Mensch lernt nicht mehr fürs Leben, sondern nur noch für seine eigene Karriere! 

Besonders deutlich zeigt sich dies bereits an der Qualifikationsstufe 11 (Q11). Bei ihr handelt es sich um den ersten G8-Jahrgang, der im selben Jahr wie die derzeitige K12 sein Abitur machen wird. Dabei dient sie dem G8-System als Versuchskaninchen und muss gleichzeitig damit rechnen bei doppelt so vielen Abiturientinnen und Abiturienten aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs bei der knallharten Auslese durch die Universitäten schlechtere Chancen auf einen Hochschulplatz zu haben.

Für die Linksjugend ['solid] ist ein derartiges Verständnis von Bildungspolitik nicht akzeptabel! Ein Bildungssystem, das geprägt ist von Konkurrenzdenken, Wettbewerb und Leistungsdruck, ist krank, gleichzeitig ist es aber nur natürlicher Ausdruck des kapitalistischen Denkens, das ihm zugrunde liegt. Eine gerechte Bildungspolitik kann daher nur eine sein, die demokratisch organisiert, kostenfrei und frei von jedem leistungsorientierten Denken ist.

Leo, Landessprecher Linksjugend ['solid] Bayern (leo@linksjugend-solid-bayern.de)